Google Dienste, IP-Adressen & Linknetzwerke
19 Mrz
Eigentlich wollte ich bereits vor einigen Tagen einen Artikel zu diesem Thema verfassen. Eisy hat mit seinem Artikel “Spekulation: AdSense, Google Analytics & IP-Adressen” darüber spekuliert, ob Google seine angebotenen Dienste (Adsense, Analytics, Adwords, usw.) nutzt um Linknetzwerken von SEOs zu erkennen.
Ich möchte in meinem Posting darauf hinweisen wie Linknetzwerke, insbesondere von Google, erkannt werden können. Ein paar kleine Tipps gibts auch
Welche Moeglichkeiten hat Google?
Google ist nicht gerade dafür bekannt nur notwendige Daten zu speichern. Google hat mit seinen Diensten sehr viele Möglichkeiten, Webseiten den “echten” Betreibern zuzuordnen.
Google Analytics
Das wohl dämlichste was man machen kann, wenn man sich ein Linknetzwerk aufbaut, ist es, alle diese Webseiten mit Google Analytics zu analysieren. Damit präsentiert man Google das Linknetzwerk auf dem Silbertablett. Da muss Google nicht einmal den Algorithmus bemühen.
Der beste Lösungsansatz: Nicht Google Analytics nutzen! Selbst wenn verschiedene Accounts genutzt werden, kann Google dies erkennen. Schließlich werden IP-Adressen übertragen. Einen Vorteil haben verschiedene Analytics-Konten dennoch: Mitbewerber können das Linknetzwerk schwerer erkennen, da sie nicht nach dem Analytics-Code suchen können. Wenn man via Proxiserver surft, etc. kann man dies ebenfalls umgehen.
Google Adsense
Wenn man auf jeder Seite Google Adsense einsetzt, erkennt dies Google ebenfalls. Mit verschiedenen Adsense-Accounts wird man höchstwahrscheinlich auch nicht viel weiter kommen, da der Zahlungsempfänger immer der selbe wäre. Wobei: Dank Ltd. & Co lassen sich ja schnell ein paar Firmen gründen
Die Lösung ist auch wieder auf Google Adsense zu verzichten. Da es kaum eine Alternative gibt, ist dies wieder nicht so einfach. Selbst würde man verschiedene Accounts nutzen können, muss man wieder auf die IP-Adresse achten und dass nicht derselbe Zahlungsempfänger im Account steht.
Partnerprogramme
Wenn man immer den selben Affiliatenetzwerk-Account / Partnerprogramm Account nutzt, steht meistens eine gleiche ID / Accountname im Quellcode. Dadurch könnte Google & Co ebenfalls ein Linknetzwerk enttarnen.
Lösung: Verschiedene Accounts benutzen.
Server-IP
Jeder Server hat mindestens eine IP-Adresse. Wenn nun alle Webseiten des Linknetzwerkes auf einem Server liegen wissen Google & andere Suchmaschinen auch, dass die Webseiten von demselben Betreiber betrieben werden.
Lösung: Mehrere IPs! – Optimal natürlich für jede Webseite eine eigene.
Whoise
Wie jeder könnte auch Google bzw. insbesondere Google (Domainregistrar) zu jeder Domain eine Whoise-Abfrage machen. Wenn überall der gleiche Inhaber steht ist der wahre Inhaber wieder enttarnt, selbst wenn alle oben genannten Punkte beachtet wurden.
Lösungen, da gibt es viele Möglichkeiten:
- Einige Personen bieten an, sich als Inhaber für Domains gegen Cash eintragen zu lassen. Kosten/Nutzen ist da wohl selten gegeben. Man würde auch wieder unzählige Personen benötigen.
- Freunde & Bekannte bitten und als Domaininhaber eintragen.
- Whoise-Protection!
- Und, ganz dirty: Einfach irgendwelche Fantasieperson als Domaininhaber eintrage! Vorsicht: Dies ist selbstverständlich verboten und kann zu Problemen führen!!
Ach ja: Irgendwo meine ich mal gelesen zu haben, dass Google bei de-Domains Probleme hätte den Domaininhaber herauszufinden. Ich kann es mir zwar nicht vorstellen, aber vielleicht weiß jemand von den Lesern hier mehr.
Am ende noch eine neue(?!) Spekulation:
Linknetzwerkerkennung: Nicknames! – Beispiel Social Bookmark Dienste
Viele nutzen Social Bookmark Dienste um Microsites zu pushen. Soweit so gut. Dass analysiert wird, wie viele Backlinks eine Domains aus welchen Quellen erhält, sollte weitestgehend bekannt sein. Doch wie wäre es hiermit: Man registriere sich bei 30 Social Bookmark Seiten – mit dem gleichen Nickname! Google könnte nun anhand der gleichen Nicknames von verschiedenen Social Bookmark Diensten erkennen, dass es sich immer um dieselbe Person handelt. Und wenn nun immer dieselbe Person (selbst wenn man mal von einem Dienst nicht auf eine Domain linkt, etc.) auf dieselben Domains linkt, kann man davon ausgehen, dass auch diese Webseiten der gleichen Person gehören!
Dies ist, wenn man etwas nachdenkt, auch vollkommen automatisiert möglich. Wenn man mal etwas schaut ist es keine Seltenheit, dass „Suchmaschinenoptimierer“ ihre Seiten mit Social Bookmarks pushen und IMMER denselben Nickname verwenden.
Fazit
Ein Linknetzwerk, auch ohne das nutzen der Google-Dienste, vor Google geheim zu halten, ist nicht unbedingt einfach. Es gibt viele Kleinigkeiten, die man beachten muss. Wenn nur eine dieser Kleinigkeiten nur kurz nicht beachtet wird, kann Google ein Linknetzwerk erkennen. Manche Dinge reichen sicherlich nicht aus um direkt alle Seiten abzustrafen, doch auf dem Google-Radar erscheint man mit Sicherheit
Interessant wären im übrigen weitere Möglichkeiten & Lösungsansätze, die ich gerne (inoffiziell) diskutieren würde.


Guter Anfang. Fehlen aber noch ein paar ganz paranoide Dinge wie Google Toolbar-Nutzung (beim Surfen auf eigenen Seiten) etc.
Ja, richtig. Die Liste soll auch nicht als vollständig gelten
Google Toolbar, Google Chrome, GMail… man kann ja nie vorsichtig genug sein
Die Geschichte kann man ja im Endeffekt immer weiter spinnen, aber ist irgendwie Kaffeesatzleserei, wissen wir, ob und welche Überprüfungen Google da durchführt? Nö. Die einfachen sollte man aber schon beherzigen und Linknetzwerke sind nicht alles
Interessante Zusammenstellung… mir würden auch noch paar Sachen einfallen, die aber vielleicht nicht öffentlich gemacht werden sollten. Im Grunde sind es ja 3 verschiedene Dinge: Google Dienste, IP’s und Nicknames!
Oder man baut einfach Seiten, bei denen es egal wäre, ob das Netzwerk erkannt werden würde…
…aber ich phantasiere
Gerade der letzte Punkt ist wichtig, nicht hinsichtlich Google, sondern viel mehr gegenüber anderen Menschen (SEOs) die durch diese Art Linkgewinnung sehr schnell dein Netzwerk aufdecken können. Ich denke für Google spielt dies eine nicht so wichtige Rolle, wie du es schon im Artikel geschrieben hast.